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Seite 1 von 3 Dominikanische Laien von 1285 bis heuteDominikanerinnen und Dominikaner »in der Welt«(Klaus Bornewasser) (erschienen in „Frauen und Männer im Dominikanerorden – Geschichte – Spiritualität – aktuelle Projekte“, Hrsg. Thomas Eggensperger/ Ulrich Engel, Mainz [1992])Zur Geschichte der Dominikanischen Laien Die im 13. Jahrhundert entstehenden Bettelorden übten eine große Wirkung auf breite Kreise der damaligen Bevölkerung aus. So ist es nicht verwunderlich, dass sich ähnlich wie bei den Franziskanern rund um die wie Pilze aus dem Boden schießenden Dominikanerklöster Laien ansiedelten. Diese fühlten sich vom Ideal des heiligen Dominikus angezogen und suchten nach einer Bindung an den Orden, dessen Arbeit sie mittragen wollten. Menschen, die Bindung suchen, brauchen gewisse Strukturen. Dies erkannte der Ordensmeister der Predigerbrüder Munio von Zamora OP. Er gilt als »Gründervater« der Dominikanischen Laien, verfasste und erließ er doch im Jahr 1285 die »Regel für die Brüder und Schwestern von der Buße des heiligen Dominikus«. Diese Regel blieb mit nur unwesentlichen Änderungen bis zum Jahr 1923 in Kraft; sie überdauerte also mehr als 600 Jahre. Erste spürbare Änderungen wurden 1923, fünf Jahre nach der Änderung des Kirchenrechts, vorgenommen. Unter der Leitung der Patres ließen sich die Mitglieder des »III. Ordens« - so der damalige Name der Laiengemeinschaften - in Vorträgen und Exerzitien unterweisen, nahmen am Gebetsleben der Predigerbrüder teil und übten Werke der Barmherzigkeit. Trotz einer weiteren Überarbeitung in den 60er Jahren wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil deutlich, dass sich nicht nur im Zusammenwirken der drei Zweige des Dominikanerordens - der Brüder, der Schwestern und der Frauen und Männer des III. Ordens - etwas ändern müsse, auch die Regel der dominikanischen Laien bedurfte sprachlich wie inhaltlich einer Erneuerung. In gleichem Maß, wie die Predigerbrüder in den 6oer Jahren begannen, die Beziehungen der einzelnen Ordenszweige untereinander neu zu ordnen, entließen sie die Schwestern und Brüder des III. Ordens in größere Freiheit und Eigenverantwortlichkeit. Fortan sprachen die Dominikaner nicht mehr vom ersten, zweiten und dritten Orden, sondern von Brüdern (Patres), Schwestern und Laien. Zusammengefasst nennt man alle drei Zweige des Ordens seit dem Symposiurn von Bologna im Jahre 1983 »Dominikanische Familie« 1985 schließlich kam es in Montreal (Kanada) zum ersten Internationalen Kongress der Dominikanischen Laiengemeinschaft. Im 700sten Jahr ihres Bestehens wurde die Regel gründlich überarbeitet und erneuert. |
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Dominikanische Laien von 1285 bis heute 
